Erstmalig bei einem großen Turnier im Einsatz – der Video Schiedsrichter. Konnte sich diese Neuerung beim Confed Cup gut schlagen?

Beim Confed Cup mussten sich die Zuschauer auf Neuerungen einstellen, am meisten Beachtung fand dabei aber wahrscheinlich der neu eingeführte Video Schiedsrichter. Diese in Russland getestete neue Technik wird auch in der Bundesliga eingeführt – und das sogar schon zur neuen Saison. Im Schnitt mit zwei bis drei Situationen pro Spieltag rechnet die Deutsche Fußball Liga mit dem Einsatz des Videobeweises.

Beim Confed Cup war die Quote bereits schon ein wenig höher und sorgt, wie sollte es auch anders sein, für reichlich Diskussionsstoff. Meistens ging es hierbei um das Thema Abseits, doch nicht so bei der Partie Deutschland gegen Chile. Hier ging es um eine Tätlichkeit eines Chilenen gegen den deutschen Spieler Timo Werner: Alle konnten diese Tätlichkeit sehen und trotzdem zeigte der Schiedsrichter nur die gelbe statt der roten Karte. Wussten Sie übrigens, dass Sie bei Sportwetten nicht nur Tipps für Spielstände, sondern auch für die Anzahl von roten und gelben Karten abgeben können? Hiermit lässt sich leicht nebenher ein wenig Geld verdienen, auf openodds.com erfahren Sie mehr zum Thema Sportwetten und über Ihre möglichen Gewinnchancen.

Die FIFA hat jedenfalls ein ganz klares Regelbuch, wann der Videoschiedsrichter grundsätzlich zum Einsatz kommen soll. Der Einsatz ist auf vier Szenarien im Spiel begrenzt und der Schiedsrichter wird von drei Experten, die in einem separaten Raum an fünf Monitoren die TV Bilder sichten, unterstützt.

Es geht hier vorwiegend um strittige Elfmeterentscheidungen, Platzverweise, strittige Tore und gelbe oder rote Karten, bei denen der Spieler verwechselt wurde.

Trotzdem bleibt die finale Entscheidung beim Schiedsrichter auf dem Platz

Den meisten Usern in den sozialen Netzwerken war dieser Zeitraum zu lang, doch zum Beispiel der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Knut Kircher hat da eine ganz andere Meinung. Der Videoschiedsrichter muss den Fehler in der realen Geschwindigkeit feststellen und sein technischer Assistent muss die richtige Kameraposition auswählen. Als nächstes sollte zur richtigen Stelle im Video gesprungen werden und abschließend der Schiedsrichter auf dem Platz über das im Video Gesehene informiert werden.

Genau wie beim Austausch mit seinen Assistenten an der Linie, hat der Unparteiische dann das letzte Wort. Bei ganz besonders kritischen Fällen kann er auch noch einen Monitor am Spielfeldrand aufsuchen. Letztlich bleibt es jedoch seine Entscheidung, ein Überstimmen von außen ist nicht möglich.

Sicherlich wird sich auch hier das Ganze erst einspielen müssen und alle Beteiligten werden sich nach und nach an diese neue Technik gewöhnen, wie es auch bei früheren Änderungen der Regeln immer der Fall war.

Welche weiteren Reformideen gibt es? Muss sich unser liebstes Hobby, der Fußball ernsthaft verändern?

Eines kann man jedoch sicher schon jetzt voraussagen: die Nachspielzeiten werden wohl in Zukunft ein wenig länger ausfallen. An dieser Stelle wird sicherlich viel deutlicher auf Zeitspiel bei Verletzungen und Auswechselungen geachtet und die Torleute werden sich darauf einstellen, dass der Unparteiische genauer auf die sechs Sekunden achten soll.

Im Endeffekt bedeutet dies, dass der Torwart den Ball nur für maximal sechs Sekunden in den Händen halten darf. Torjubelorgien und eben auch der Videobeweis werden dann dafür sorgen, dass die Spielzeit sich verlängert. Bei all diesen Punkten geht es darum, dass das Spiel attraktiver wird.

Weitere Regeländerungen sind geplant oder werden noch diskutiert.

Die vierte Auswechslung in der Verlängerung haben wir schon besprochen, und dass der Ball jetzt auch nach hinten gespielt werden darf, ist zwar eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber hat sich trotzdem ebenfalls ohne großen Aufschrei durchsetzen können.

Dies wird sich bei einigen anderen Änderungen sicherlich noch ändern…

Unter anderem werden momentan folgende Änderungen diskutiert:
1. Eine Umstellung der Spieldauer auf eine Effektivzeit, bei der statt 90 Minuten nur 60 Minuten gespielt werden. Klingt revolutionär, aber Spielanalysen haben ergeben, dass die durchschnittliche Netto-Spielzeit in der abgelaufenen Saison ca. 56 Minuten betrug.
2. Der Spieler darf sich bei Freistößen und Eckbällen den Ball selbst vorlegen, auch soll der Ball nicht mehr unbedingt ruhen müssen.
3. Bei der Aufnahme des Rückpasses durch den Torwart kommt es zum Elfmeter.
4. Handspiel auf der Linie führt sofort zum Tor.
5. Kein Nachschuss beim Elfmeter.
6. Annahme des Abstoßes auch im Strafraum
7. Punkt- oder Tor-Abzug beim ständigen Reklamieren
8. Das Spiel endet erst, wenn der Ball im Aus ist.